RENAULT

HISTORIE

Renault-Historie: Seit 120 Jahre flexibel

1898 montierte Louis Renault in einem Holzschuppen in Boulogne-Billancourt sein erstes Automobil, den Prototyp des späteren „Typ A”, besser bekannt als „Voiturette”. Die Voiturette verfügte als wegweisende Neuerung über ein 3-Gang-Getriebe mit Direktantrieb, das als erster „Antrieb ohne Ketten” in die Automobilgeschichte einging und Renault einen Platz in der ersten Reihe der Technik-Pioniere verschaffte.

Renault war schon früh stark im Motorsport vertreten. So gewann Renault 1906 den ersten Grand Prix der Motorsport-Geschichte.

Mit dem Nervasport feierte der Autobauer den Sieg bei der Rallye Monte Carlo.

Der Renault Typ K 24 CV war bereits im Jahr 1902 das erste Vierzylinder-Modell der Franzosen.

Erste Tochtergesellschaft: Mitte Oktober 1907 gründete Louis Renault in Berlin die „Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft” als erste ausländische Tochtergesellschaft der französischen Marke. Firmensitz und Verkaufsräume waren in der Mohrenstraße 22/23 (direkt am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte).

Prägten das Bild: Auf den Straßen der Hauptstadt war Renault schon früh zu sehen, auch als Taxi, wie das Bild von 1907 zeigt.

Der Werbespruch „Createurs d'automobile“ hätte auch schon 1922 funktioniert, als das Cabriolet Renault 40 CV auf den Markt kam.

Flexibel von Beginn an: Auf die wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts reagiert Renault flexibel und wechselt zwischenzeitlich nach Frankfurt am Main. Dennoch profitierten die Franzosen vom aufkommenden Automobilboom und konnten ihre Position mit Modellen wie dem Primaquatre stärken.

Rollende Skulpturen: In den 1920er- und 1930er-Jahren setzten Modelle wie der Nerva Grand Sport (im Bild Viva Grand Sport 1936) und Suprastella neue Design-Maßstäbe in der Luxusklasse.

Klinik oder Werkstatt: Ein Blick in die Werkstatt zeigt, worauf Renault Ende der 1940er Jahre im Aftersales Wert gelegt hat.

Französische Ikone: Der Renault 4 war immer ein Blickfänger, nicht nur als Plein Air (im Bild). Vom Sommer 1961 bis Ende 1992 lief der Kleinwagen vom Band. In der Produktionszeit von 31 Jahren verkauften die Franzosen vom R4 über acht Millionen Stück. Allein in Deutschland verkaufte Renault den R4 mehr als 900.000 Mal.

Wie im Film: Die Kulisse stimmt. Es könnte das Bild eines Heimatfilms aus den 1960er Jahre sein wie „Im singenden Rössl am Königssee“ oder „Die Försterchristel“. Das Modell Renault Dauphine, das 1956 eingeführt wurde, gibt einfach in jeder Rolle ein gutes Bild ab.

Die blaue Flunder: Jean Rédélé, ein Renault-Händler und Rallye-Pilot aus Dieppe, gründete 1955 in seiner Heimatstadt die französische Sportwagenmarke Alpine. Der Sieg der internationalen Rallye-Markenmeisterschaft 1971 und der ersten Rallye-Weltmeisterschaft 1973 machten aus dem Sportwagen eine Ikone. Im gleichen Jahr übernahm Renault die Aktienmehrheit an dem Hersteller. Zwischen 1955 und 1994 gab es sieben Modellreihen. Nun kommt er wieder: Ende 2017 will Renault die ersten Modelle des neuen Alpine ausliefern.

Praktisch und bezahlbar: Zwischen 1972 und 1996 produzierte Renault den R5.

Neuorientierung: Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1949 in Baden-Baden der Neustart, bevor der Importeur sich 1954 für den Standort Köln entschied. 1959 findet der Umzug nach Brühl statt, wo auf einem 200.000 Quadratmeter großen Gelände eine neue Hauptverwaltung entsteht.

Vorreiter beim Van: Als erste Großraumlimousine kam der Renault Espace 1984 auf den Markt. Bis Oktober 2002 entstand das Modell beim Auftragsfertiger Matra, seither produziert Renault den Van selbst.